BANSKÁ BYSTRICA
Kreis: Banská Bystrica
Bezirk: Banská Bystrica
Region: Horehronie
Koordinate: 48° 43' 57" N
19° 08' 57" E
Meereshöhe: 362 m
Landfläche: 103,368 km2
Bevölkerungszahl: 79 003
Bevölkerungsdichte: 765/km2
Erste schriftliche Erwähnung: Jahr 1255
Adresse: Selbstverwaltung von Banská Bystrica, ul. ČSA 26, 975 39 Banská Bystrica 1
Webseite: www.banskabystrica.sk
Primator: Mgr. Peter Gogola
Stadt Banská Bystrica (Neusohl) befindet sich im Talkessel Zvolenská kotlina (Altsohler Kessel) und im Flusstal von der Hron (Gran) zwischen den Gebirgen Kremnické vrchy (Kremnizter Berge), Starohorské vrchy und Poľana. Die Geschichte dieser Stadt datiert sich ins 13. Jahrhundert. Die ursprüngliche slowakische Siedlung Bystrica im Gebiet der gegenwärtigen Stadt wurde von ein paar Familien sächsischer Kolonisten ins wirtschaftlich-verwaltungsrechtliche und handwerkliche Zentrum natürlich transformiert, wodurch die Bedeutung der Siedlung soweit steigte, dass König Béla IV. sie im Jahre 1255 zu einer Stadt erhob.
Seit Erteilung der Stadtrechte ist Banská Bystrica mehrere Entwicklungsetappen durchgegangen und hat sich nicht nur in die Geschichte von der Slowakei für immer eingeschrieben. Im Jahre 2005 hat sich man auch das 510. Jubiläum der Thurzo-Fugger-Gesellschaft erinnert. Dieses Kupferunternehmen mit dem gigantischen Komplex der Verarbeitungsbetriebe, der gut überlegten Produktionsorganisation, dem dichten Netzwerk von Lagerhäusern und der doppelten Buchhaltung gehörte zu den grössten und modernsten, frühkapitalistichen Unternehmen in dem europäischen Bergbauwesen und Hüttenwesen.
Stadt Banská Bystrica wurde, als eine der ersten slowakischen Städte, fürs städtische Denkmalschutzgebiet erklärt. Zu den wertvollsten Denkmälern gehören das Areal der Stadtburg (Barbakan), der Stadtplatz mit der Marienkirche, dem alten Rathaus, Matthias´ Haus, und den Nachlässen der Stadtbefestigung. Das Stadtherz ist der grösse, rechteckige Stadtplaz des Slowakischen Volksaufstandes mit dem Marienpfeiler und der schiefen Turmuhr. Der Stadtplatz wird von prachtvollen Bürgerhäusern begrenzt, aus denen Thurzos Haus und Benickýs Haus bedeutendstens sind. Der Fussgängerbereich geht weiter vom Stadtplatz auch auf Dolná Strasse, wo es St. Elisabeths Kirche und Bethlens Haus gibt. In diesem Haus wurde Fürst Bethlen für den ungarischen König erklärt. Die historischen Bürgerhäuser kann man auch auf Lazovná Strasse und Horná-Strieborná Strasse bewundern. In Tihanys Kastell im Stadtteil Radvaň gibt es Expositionen der naturwissenschaftlichen Abteilung des Musems von der Mittelslowakei. Die historischen Museums sind in Thurzos Haus am Stadtplatz des Slowakischen Volksaufstandes. Wertvolle Bildwerke werden in drei Objekten der Staatsgalerie bewahrt: Pretórium, Bethlens Haus und Dominik Skuteckýs Haus.
In die neuzeitliche Geschichte hat sich die Stadt am 29. August 1944 eingeschrieben, als der Slowakische Volksaufstand - bewaffneter Widerstand gegen der faschistischen Okkupation – hier erklärt wurde. Nach der Befreiung der Stadt am 26. März 1945 wurde Banská Bystrica zu einem von dreien schftlich-verwaltungsrechtlichen Zentren der Slowakei. Der historische Stadtkern war im Jahre 1955 fürs städtische Denkmalschutzgebiet erklärt.
Zur Zeit ist Banská Bystrica ein wirtschaftliches, verwaltungsrechtliches und kulturelles Zentrum und der Hauptsitz der Selbstverwaltung von Banská Bystrica.
In der Landschaft gibt es eine Holzkirche (Gemeinde Hronsek), ein Kastel (Gemeinde Dolná Mičiná) sowie eine Burg (Gemeinde Slovenská Ľupča / Slowakisch-Liptsch). Wertvolle sakrale Merkwürdigkeiten sind in Gemeinden Čerín und Poniky (Ponik). Die Bergbauvergangenheit wird durch die Berggemeinde Špania dolina (Herrengrund) erinnert, der Juwel der Volksarchitektur.

